Kinderbetreuungskosten

Rechtsanwalt Redaktion

Eltern, die Kinderbetreuungskosten beim Finanzamt geltend gemacht und nur teilweise anerkannt bekommen haben, können hoffen, bald einen Nachschlag bei der Erstattung zu bekommen. Der Bundesfinanzhof prüft in einem Verfahren eines Ehepaares aus Sachsen, die Rechtmäßigkeit der üblichen Praxis des Vorgehens der Finanzämter. Üblich ist, dass nur zwei Drittel der entstandenen Kosten anerkannt werden, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Kindergartenkosten werden also bislang nur zum Teil anerkannt. Sollte das Gericht zugunsten des Ehepaares entscheiden, und die Finanzämter verpflichtet werden, alle Kosten anzuerkennen, dann dürften sich viele Eltern über zusätzliches Geld vom Finanzamt freuen. Wichtig ist, dass die erhaltenen früheren Steuerbescheide hinsichtlich der Kinderbetreuungskosten „vorläufig“ ergangen sind. Auf diese Feinheit ist peinlichst zu achten, denn sonst weigert sich das Finanzamt mit dem Hinweis auf Fristverspätung. Geben Sie also alle Betreuungskosten in ihrer Steuererklärung an und legen sie Einspruch ein, wenn sie nur zwei Drittel anerkannt bekommen. Achten Sie auf den Vorläufigkeitsvermerk im Steuerbescheid hinsichtlich der Kinderbetreuungskosten und fordern Sie ihn gegebenenfalls mittels Einspruch ein. Dann können Sie gelassen dem Ausgang dieses Musterprozesses entgegensehen.

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