Unsere Grundsätze

Die Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen, die wir auf unseren Seiten präsentieren, werden von uns sorgfältig recherchiert. Wir möchten besonderen Wert darauf legen, dass diese Qualifikation nicht prüfbar im wissenschaftlichen Sinne ist. Unsere Grundsätze sind gewissermaßen "subjektiv".

 

Die Premium Kanzleien.com GmbH hat sich ausführlich mit der Frage auseinander gesetzt, woran man die Qualifikationen eines Rechtsanwaltes oder einer Rechtsanwältin erkennt.

Objektive Kriterien gibt es wenige. Bereits die Tatsache, dass der Titel Rechtsanwalt/Rechtsanwältin geführt werden darf, zeugt von einer hohen Qualifikation. Das Tragen dieses Titels bedeutet, dass der Rechtsanwalt das juristische Studium mit dem ersten Staatsexamen und im Anschluss daran das Referendariat mit dem zweiten Staatsexamen erfolgreich beendet hat. Damit hat er die Befähigung zur Erlangung des Richteramtes erhalten. Diese Befähigung zur Erlangung des Richteramtes ist gleichfalls Voraussetzung für die Zulassung als Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin.

Des Weiteren kann sich ein Rechtsanwalt durch die sogenannten Fachanwaltstitel zusätzlich qualifizieren. Für insgesamt 20 Rechtsgebiete gibt es derzeit in Deutschland Fachanwaltschaften. Jedem einzelnen Rechtsanwalt ist es gestattet, drei verschiedene Fachanwaltstitel zu führen. Für die Erlangung eines Fachanwaltstitels bedarf es ebenfalls einer Reihe von Prüfungen und Nachweisen. In der Regel müssen theoretische Prüfungen bestanden werden und praktische Nachweise (eine bestimmte Anzahl von geführten Gerichtsverfahren) nachgewiesen werden. Auch das spricht für eine hohe Qualifikation.

Trotz all dieser Qualifikationen ist der Rechtsanwalt von seiner Ausbildung her immer noch der "Generalist". Die Ausbildung ist breit gefächert und deckt alle Rechtsgebiete ab. So darf ein Rechtsanwalt beispielsweise auch eine Steuererklärung für einen Mandanten fertigen und diese unterschreiben. Und dies, obwohl er zu keinem Zeitpunkt seines Studiums eine steuerliche Ausbildung genossen hat.

Auch das Tragen eines Fachanwaltstitels ist keine Gewähr dafür, dass der Rechtsanwalt tatsächlich in diesem Gebiet seine Kernkompetenz hat. Das Erlangen eines Fachanwaltstitels zeigt, dass der Rechtsanwalt zu dem Zeitpunkt, zu dem er den Fachanwaltstitel erlangt hat, seinen Schwerpunkt in diesem Rechtsgebiet hatte. In Folge von Veränderungen kann es jedoch sein, dass dieser Rechtsanwalt mittlerweile seinen Schwerpunkt auf ganz anderem Gebiet hat. Trotzdem ist er nach wie vor berechtigt, den Titel Fachanwalt des damaligen Rechtsgebietes zu führen, da die Fachanwaltsordnung lediglich eine 10-stündige Fortbildung pro Jahr verlangt.

Aus all den geschilderten Umständen wird deutlich, dass es nicht einfach ist, einen Rechtsanwalt zu finden, der seinen Schwerpunkt in einem speziellen Rechtsgebiet hat.

Wie kann ein Mandant einen solchen Rechtsanwalt trotz bestehender Problematik finden?

Die Antwort darauf ist recht einfach. In einer mittelgroßen Stadt kann vorausgesetzt werden, dass sich die meisten Rechtsanwälte untereinander mehr oder weniger kennen. Wenn man nun einen dieser Rechtsanwälte fragt, welcher seiner Berufskollegen besonders gute Arbeit, beispielsweise im Mietrecht, leistet, so wird man hierauf sicherlich eine Antwort erhalten. Wenn man die gleiche Frage mehreren Rechtsanwälten stellt, wird man feststellen, dass einige Namen wiederholt genannt werden. Selbstverständlich handelt es sich hierbei um subjektive Eindrücke.

Kombiniert man nun diese aus der Anwaltschaft erhaltenen Informationen mit zusätzlichen "harten Fakten", so trifft man auf eine Kanzlei, die unsere Anforderungen durchaus erfüllt.

"Harte Fakten" sind für unsere Premium Kanzleien.com GmbH, dass die betreffende Kanzlei beispielsweise seit mindestens fünf Jahren am Markt tätig sein muss. Fünf Jahre deshalb, weil Berufsanfänger auf diese Art und Weise erkannt werden. Auch soll die Kanzlei mindestens zwei Rechtsanwälte beschäftigen, da Urlaubs- und Krankheitsvertretung wichtig sind und der Mandant ganzjährig einen Ansprechpartner haben sollte.

In bestimmten Rechtsgebieten, beispielsweise im Familienrecht, erachten wir es für notwendig, dass diese Kanzleien nicht mehr als fünf Rechtsanwälte beschäftigen. Großkanzleien mit mehr als zehn oder fünfzehn Rechtsanwälten haben sich nur in seltenen Ausnahmefällen auf Familienrecht spezialisiert. Sollten wir auf solch einen Ausnahmefall stoßen, sind wir gern bereit, diese Kanzlei für unser Portal zu gewinnen.

Wenn wir eine Kanzlei für ein bestimmtes Rechtsgebiet auswählen, bevorzugen wir eine solche, die drei bis fünf Rechtsanwälte/Rechtsanwältinnen beschäftigt. Dabei sollten mindestens zwei der Rechtsanwälte den entsprechenden Fachanwaltstitel tragen.

Es gibt jedoch Gebiete - beispielsweise im ländlichen Bereich - wo es schwer fällt, überhaupt einen Fachanwalt zu finden. Hier kann es im Ausnahmefall sein, dass wir von unseren "Grundsätzen" abweichen, um dennoch einen ausgezeichneten Rechtsanwalt empfehlen zu können. So nehmen wir auch einen Rechtsanwalt ohne Fachanwaltstitel in unser Portal auf, welcher nachweislich seit vielen Jahren vorrangig ein spezielles Rechtsgebiet bearbeitet und für seine Kompetenz und Erfahrung mehrfach empfohlen wurde.

Wir überprüfen ständig unsere Mitgliedskanzleien durch Befragung der ortsansässigen Berufskollegen, wir selektieren und filtern. Vor allen Dingen tun wir aber eins: Wir nutzen das Wissen der Anwaltschaft und empfehlen Kanzleien, die ihren Schwerpunkt in dem einen oder anderen Rechtsgebiet aufweisen.

Dies tun wir, um dem Mandanten auf der Suche nach "seinem" Rechtsanwalt zu helfen.

Wenn Sie einen geeigneten Kollegen/Fachanwalt kennen, freuen wir uns über eine kurze Nachricht, einen Anruf oder eine E-Mail.

Markus Bialobrzeski
Geschäftsführer Premium Kanzleien.com GmbH
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Strafrecht

Fachanwalt für Steuerrecht